Momentan nimmt mich mein Leben voll ein; Weihnachtsstress, Prokrastination-sollte-ein-Ende-nehmen Stress, Bewerbungsstress, Partystress, Stress, Stress, Stress STRESS.
Bald ein vernünftiger Eintrag. Ich wollte doch endlich mal ein Tagebuch durchhalten...
Dienstag, 8. Dezember 2015
Donnerstag, 19. November 2015
Up, up baby get up
Die Woche war ein steter Wechsel aus Uni, Arbeit, Zuhause zu tun, Uni, Arbeit...
Ich versuche mich jetzt ein bisschen besser zu organisieren und habe ein bullet journal angefangen. Die studyblrs auf tumblr haben mich angesteckt, ich will produktiv sein und JA DIESE VERDAMMTEN HAUSARBEITEN FERTIG MACHEN.
Und ich muss mich unbedingt mal hinsetzen und Italienisch lernen. Voll komische Situation, weil ich lernen will, aber nicht ordentlich Zeit dafür finde. Momentan organisiere und bastele ich für meine Arbeitskollegen einen Adventskalender und fülle ihn mit Rätseln, Spielen, Süßkram und richtig coolen Ideen, wie Blumenerde+Samen, oder die Zutaten für Brownie in der Tasse. Heute morgen habe ich erst mal meinen Vater zum Augenarzt gefahren (das ewige Leid mit führerscheinlosen Eltern) und habe im Blumengeschäft einen Adventskranz für die Arbeit besorgt.
Ich war die letzten Wochen ziemlich depri. Aber was soll's. Ich stelle immer wieder fest, dass die einzige Person, die einem helfen kann, man selbst ist.
Und wenn es mir so mies geht, sollte ich mir selbst in den Arsch treten und mich aus der Tiefe rausziehen. Bisher hat der Blog nur meine hypernegativen Posts beinhaltet, dabei bin ich eigentlich ein überdreht fröhlicher Mensch. Das hier sollte weiterhin mehr wie ein Tagebuch sein!
Und ich will GESUND abnehmen. Wenn ich mich einfach gezwungenermaßen mit positiven Sachen umhülle, färbt das auf mich ab. Gesund abnehmen hat mir sogar besser geholfen als der zwanghafte Selbsthass im 500kcal-am-Tag-essen. Ich sage es mal an dieser Stelle: Ich habe keine Essstörung. Ich habe nur Selbsthass, der mich denken lässt; "du verdienst das Essen nicht", "du bist fett". Ich esse sogar sehr gerne und mit Genuss. Daher ist es eine Art "Selbstbestrafung" sich etwas zu verwehren, was man mag. Und natürlich ist das High-Gefühl, dass man bekommt wenn man den ganzen Tag nichts isst auch ziemlich fördernd... und verlockend.
Aber das schlimmste Gefühl, dass ich nicht empfinden will, ist jemanden zur Last zu fallen oder negative Gefühle auszulösen. Ich will, dass alle mich mögen. Unrealistisch, aber so sind Ideale eben. Darum ist der Gedanke, Aufmerksamkeit durch Sorge zu bekommen, ziemlich giftig für mich. Wenn sich jemand um mich sorgt und ich das eigentlich nicht will, ist das ein ziemlich ambivalentes Gefühl. 20% Freude und 80% Genervt-Sein, ablehnend sein.
Irgendwie esse ich weiterhin für einen "normalen" Menschen zu wenig (etwa 1200kcal), aber ich achte auf Nährwerte und solche Dinge.
Vorhin habe ich für Daisy zum Geburtstag Oreo-Cappuchino-Pulver selbst gemacht und getestet (meine Sünde des Tages), aber ich habe mich damit arrangiert (Trivia: Leider schmeckt das Pulver wie ganz normales Cappu-Pulver. Enttäuschung).
Aber so wie ich mich kenne, werden kleine Abstecher in unter 1000kcal Tage sicher nicht ausbleiben.... Ich gerate schnell in Panik, wenn ich fressen muss. Morgen geht's erstmal nach B., weil ich mit Yuria und Mina und ein paar anderen Japanischkurslern mal wieder zu einer KPOP-Party feiern gehe.
Das ist immer noch meine liebste Feier-Erfahrung, niemand stockbesoffen, alle da um zur Musik auszuflippen (und zu fangirlen). Vielleicht für Aussenstehende ziemlich lahm, aber das passt dann halt zu mir. Und man kann immer genial eingeübte Choreos von Fans sehen! Yuria und Mina schlafen dann auch bei "mir", soll heißen in der Wohnung meiner Schwester in B.
Am Samstag gehts direkt von B. aus zu Bekannten, die eine unserer orthodoxen Feiern haben. Ergo: Fressgelage. Aber irgendwie werde ich das Kind schon schaukeln.
PS: Mal ein Selfie. Epik High-Up
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Freitag, 13. November 2015
Bekenntnisse eines Mauerblümchens.
Ich bin ein Mauerblümchen.
Definition (Mauerblümchen, das; feminin)
1. Single (und noch nie einen Freund gehabt)
2. Unbeliebt
3. Unsicher in sozialen Situationen
4. Trinkt kein Alkohl
5. Langweilig
6. Bitter wie Bitter Lemon
Mittwoch war Minas Geburtstag. Wegen einem Kolloquium war ich bis sechs in der Uni und bin dann mit Yuria und den anderen zu Minas WG gefahren, wo ich meine Sachen abgeladen habe. Danach gings in eine Bar.
Das ist so eine ungewohnte Situation. Lauter laute Leute, unbekannte und bekannte Gesichter. Der Tequila Sunrise ist erst süß, dann bitter, ich trinke so gut wie nie Alkohol. Nervöser Smalltalk mit Leuten aus der Uni, immer auf der Hut, dass man nichts Peinliches sagt.
Mir ist ein bisschen übel. Ich teile mit Yuria eine Pizza, sie ist süß, weil Sesamhonig darauf ist. Eigentlich ist der Abend bisher ganz gut. Gegen 12 gratulieren wir Mina, sie freut sich. Zum ersten Mal gehe ich in die beliebteste Unikneipe. Ich nenne sie Merkur. Das Merkur ist kleiner als ich mir vorgestellt habe. Und ziemlich voll. An der Gaderobe geben sie uns Papierschnitzel - finde dein Match und du bekommst ein Getränk. Aus unserer Gruppe hatte einer auch das gleiche Motiv. Erdbeerlimes.
Die Luft auf der Tanzfläche ist fast nur Rauch. Dichter Rauch, der schmeckt wie ein Inhalator. Die Musik ist mies, aber was soll's. Ich trinke keinen Alkohol mehr. Er macht mich eher müde. Mina ist wunderhübsch. Klein und zierlich. Und anscheinend hat sie eine bombastische Austrahlung auf Männer. Sie wird sooft angeflirtet, wie ich mit den Augen blinzele.
Ich glaube mir fehlt etwas Entscheindes. Etwas in der Aura. Und das hat nichts mit Aussehen oder Gewicht zu tun. Vielleicht bin ich zu langweilig oder zu prüde, weil ich es nicht mag, von fremden Männern angelächelt zu werden. Ich will auf der Tanzfläche nur tanzen. Aber dieses Entscheidende was mir fehlt, das sorgt auch dafür, dass ich so schwer glücklich sein kann, dass ich immer unzufrieden und bitter bin.
Ich lande wohl als verrückte Katzenfrau unter einer Brücke. Wir sind gegen 5 zu Hause und schlafen nur bis halb 10. In einem kleinen Café teilen wir uns ein Frühstück für eine Person zu viert und gehen shoppen. Ich mache regelrecht einen Großeinkauf, dabei wollte ich doch sparen?
Italienisch ruft. Lange zwei Tage gehen totmüde um 7 Uhr zu Ende. Heute war ich arbeiten und dann beim Zumba. Ich will für meine Arbeitskollegen einen Adventskalender basteln. Stille Nacht.
Freitag, 6. November 2015
Alltag hoch zehn
Hallo an die fünf Leute, die sich tatsächlich für meinen langweiligen Alltag interessieren!! Woow, das freut mich total ^//^
Ok, ok, ich habe eine Erklärung für meine Schoko-Sehnsucht. Ich habe diese Woche "sharkweek", kein Wunder, dass die Waage damit Faxen macht. Die Woche verlief bisher leicht träge, aber erfolgreich. Ich habe darauf geachtet, bewusst zu essen, mich aber nicht zu überfressen. Ich habe aber gestern zusammen mit Daisy Schokolade gegessen... Na ja mein Gewicht hüpft wieder um 55,8 herum, ich bin verflucht.
Das "overnight oatmeal" war übrigens köstlich. Als ich letzte Woche an Kalorien sparen wollte, habe ich meinen Haferbrei mal mit Wasser gemacht, aber das war einfach wiederlich, wenn man weiß, wie es eigentlich schmecken kann. Mittwoch und heute habe ich auch oatmeal gemacht und das ist generell echt immer zu empfehlen, wenn man weiß, dass man bis zum Abend nichts mehr isst. Unten folgen ein paar Fotos.
Uni lief auch ganz gut (ok ich habe immer noch Hausarbeiten zu tun). Ich liebe Italienisch. Die Dozentin legt aber auch ein Höchsttempo ein, bis zum Ende des Semestern spreche ich noch fließend (hahaha sicher). Mittwochs habe ich ja die interessante Vorlesung über Popkultur.
Der Sprecher diese Woche hat uns von der Popularisierung des "Julbocks" aus IKEA, der auf den Ziegenbock von Thor zurückgeht und der Verbindung des Ziegenbocks zum Black Metal erzählt - ich liebe die Vorlesung. Weil unser Backofen ja letztens einen Stromausfall ausgelöst hat, sind wir gestern Morgen mal einen billigen Herd kaufen gegangen, um dann abends festzustellen, dass der Herd doch irgendwie funktioniert. Tja. Na ja, jetzt habe ich einen Herd, wenn ich ausziehe.
Vor dem Zumba habe ich wieder ein Bananenbrot gebacken, meine Eltern sind schon regelrecht süchtig danach. Zumba war super, Daisy war auch dabei. Meine Schwester ist auch über das Wochenende da. Ich hab sie eigentlich sehr gern, aber immer wenn ich ihr was erzähle, ist sie meistens genervt, weil es sie nicht interessiert.
Momentan stehe ich auf einen italienischen Rapper namens Fedez. Als ich im Februar in Venedig war, haben wir ein Lied auf MTV Italy von ihm gehört und ich hab mich sofort in seine Musik verliebt. Ich suchte ein Lied nach dem anderen und dabei schadet es nicht, dass er echt heiß ist (guck mal hier). Ich finde es richtig toll, mal Musik zu hören, die einem eigentlich fern und fremd ist. Daher vielleicht auch mal meine große Liebe zu K-Pop hhaahaa....peinlich. Ich bin jetzt noch motivierter als eh schon, Italienisch zu lernen. Zu Miras Geburtstag habe ich auch Merchandise ihrer Lieblingsgruppe organisiert, für das wir zusammenlegen. Nächsten Mittwoch feiert sie und wir gehen was Trinken und ich übernachte auch bei ihr.
Buona notte, oyasumi nasai.
PS: Wenn man auf Chinesisch sagen will, dass es einem so là là geht, sagt man: Mamahuhu. Trivia des Tages.
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Montag, 2. November 2015
Alltag
Die Familienfeier Samstag war total grottig, zu voll, zu laut, zu langweilig. Ich habe wieder einmal dieses Panikgefühl verspürt - da waren nur lauter Leute, die mich mit ihren Blicken immerzu verurteilt haben. Bahhh. Ich wollte nur weg, aber ich konnte nicht, weil meine Eltern beide keinen Führerschein haben. Es gab auch viel zu Essen, viele traditionelle leckere Gerichte. Letzten Endes bin ich dann mal wieder bei den Kindern hängen geblieben, die sich auf ihre Halloweentour vorbereitet haben. Ich hab den Mädchen Spinnen auf die Wangen gemalt. Die Kinder "heutzutage" sind aber auch ziemlich anspruchsvoll geworden. Die Kleinen wollten irgendwelche ausgefallenen YouTube Frisuren und eine Achtjährige wedelte mit ihrem IPhone vor meiner Nase und fragte mich nach meinem Instagram Account.
Toller Abend.
Irgendwann kamen wir dann nach Hause, aber dann habe ich erstmal gefressen. Obwohl ich auf der Feier keinen Kuchen gegessen habe, ist zu Hause eine ganze Tafel Schokolade "verschwunden". Morgens hat die Waage wieder total magisch 55,8 gezeigt (!!???!!!???!!) und das frustrierte mich endllooooos. Ich hatte keinen Fressanfall - sondern einen Trotzanfall. Besser kann man es nicht sagen.
Gestern habe ich wenigstens das Thesenpapier endlich beendet! Ein kleiner Erfolg. Ich habe auch viel bürokratischen Uni-Kram mal hinter mich gebracht. Gefressen habe ich an diesem Tag auch ohne Ende. Heute war wieder der Megasprachentag. Chinesisch war wie immer sehr lustig, aber jetzt wird es merklich anspruchsvoller.
Mina wollte auch wieder den Berg hochlaufen (Yuria war nicht da). Gesagt, getan - bei diesem dritten Mal ging es sogar besser. Italienisch wird auch immer schwerer, ich komme langsam nicht hinterher. Die Dozentin legt echt Vollgas ein, ich muss mich echt einmal hinsetzen und büffeln.
Heute habe ich mich wieder auf mein Essverhalten konzentriert, was auch sicher besser für mich ist. Das katastrophale Wochenende lasse ich mal hinter mich. Morgen heißt es wieder Arbeit. Vorhin habe ich mir zum ersten Mal Overnight Oats vorbereitet. Oatmeal zum Frühstück hatte ich schon öfter, diese Variante aber noch nie. Zum gegebenen Anlass habe ich auch in Mandelmilch investiert, die ich abgöttisch liebe, aber auch sündhaft teuer ist. Da bin ich ja mal gespannt auf das Frühstück morgen.
Freitag, 30. Oktober 2015
Healthy day
Italienisch macht echt Spaß! Gestern war der Kurs richtig gut. Yuria und ich hatten ziemlichen Spaß, weil wir auch japanische Wörter mal eingestreut haben und das im Kontext einfach nur zum Lachen war.
Heute hatte ich eigentlich Arbeit eingeplant, aber mein Chef hatte für mich nicht sooo viel zu tun. Aber das war gut! Ich habe total einen Bewerbungs-Workshop vergessen, der heute von 10-16 Uhr ging. Der war sehr informativ und hat echt was gebracht. Yuria war auch dort, dieses Semester habe ich so viel mit ihr :')
Ich kam dann so gegen 5 nach Hause um zu sehen, dass Chaos in der Küche war. Das kann ich nicht ab und habe erstmal aufgeräumt. Wir hatten Besuch gehabt und da wurden erstmal die Gäste großzügig bewirtet. Meine Mutter wollte auch, dass ich ihre frittierten Zucchini esse, aber die waren sooo voller Knobi und ich wollte nicht riechen wie eine Anti-Vampir Armee bevor ich zum Zumba gehe. Dafür habe ich mir ein leckeres Omelett aus 2 Eiern, einer Tomate und einem Stück Ziegenkäse und vieeeelen Gewürzen gemacht. Eiweiß vor Sport - top! Generell war der Tag essenstechnisch prima.
Morgens 2 Sch. Toast mit 1 Sch. Maasdamer und Essiggurke, mittags einen griechischen Salat aus dem Uni-Bistro (nachdem mir spektakulär das Joghurtdressing vor der Kasse auf den Boden geflogen ist :( ) und abends halt das Omelett. Ich war zuhause konstant beschäftigt und bin dann zum Zumba ein bisschen gestresst gegangen. Das findet neuerdings an meiner alten Realschule statt (ich war ewig nicht mehr beim Zumba) und ich war dann doch etwas früh da.
Durch die dunkle, leere Schule zu stolpern kam mir vor wie ein schlechter Horrorfilm. Aber dann war es doch ganz nostalgisch in der alten Turnhalle zu sein. Generell habe ich eigentlich negative Erinnerungen an die Turnhalle, weil ich nie eine Sportskanone war und meine Clique ziemlich ausgegrenzt wurde.
Das Training tat dann aber richtig gut! Wie konnte ich nur so lange aufhören? Es waren alte Tänze dabei, deren Choreo ich noch kannte, aber natürlich viele neue, wo ich wie ein Blinder durch die Halle gestolpert bin. Es war auch eine gute Stimmung, wir waren nur zu sechst. Also ich mache es jetzt wieder regelmäßiger.Vorhin habe ich mich dann noch schöööön lang geduscht und eine Maske aufgetragen. Chillig.
Momentan lese ich "Eat, Pray, Love" aber ich komme mit der weiblichen Hauptperson nicht klar.
Ich kenne den Film dazu nicht, aber das Thema als solches sagt mir eigentlich zu: Reisen, fremde Kulturen. Aber diese "Liz" geht mir irgendwie ordentlich auf die Nerven mit ihrer Art. Aber ich les mal weiter. Prinzipiell lese ich viel lieber Klassiker und Jugendbücher, aber obwohl es keiner sagt, leihe ich in unserer Dortbücherei mitunter auch mal "Erwachsenenbücher" aus, weil ich denke, die netten Damen würden es für eine 23-jährige ganz schön seltsam zu finden, immer nur Kinderbücher auszuliehen (tu ich aber trotzdem).
Aber ich ziehe die unendliche Geschichte 10000x Shades of Grey vor.
Mein Gewicht verwirrt mich. Oder eher die Waage. Gestern stand ich drauf und es hat zum vierten (!!) Tag in Folge 55,8 gezeigt. Als ich mich dann nachmittags (ok ich war auch im "Bad") für die Uni umgezogen habe, zeigte sie 55,4.
Das ist schon ein immenser Unterschied. Heute morgen waren es 55,3. Aber am meisten stört mich, dass ich nicht danach aussehe. Da hilft wohl nur Sport. Morgen ist diese Familienfeier, da fällt Halloween wohl für mich flach.
Mittwoch, 28. Oktober 2015
Nudeln des Grauens
Der Tag heute war ziemlich unspektakulär. Mal wieder habe ich nichts gemacht (Ich hör schon wie sie in der Hölle das Fegefeuer für mich vorbereiten). Der Kurs heute war aber extrem cool, wir gehen da "POP" und Popkunst auf den Grund. Ich freu mich, dass dieses Semester so interessante Kurse bietet. Davor hatte ich aber wieder dieses nervöse Tief, aber nicht ganz so schlimm wie letzte Woche. Aber es ist schon so schlimm genug, da mich das total runterzieht.
Meine hochmotivierte Uni-Freundin ist als studentische Hilfskraft auch in dem Kurs und da hatte ich mal gar keinen Bock ihr zu begegnen, weil mich ihre Anwesenheit ja irgendwie anstrengt. Obwohl ich ihr im großen Audimax ausgewichen bin, hat sie mich aber dann doch entdeckt. Na ja. Ich saß bei einer anderen Freundin; ich hatte vergessen, dass sie auch diesen Kurs belegt hat (ich hatte generell keine Lust auf Menschen). Aber wie gesagt, der Kurs war gut.
Zuhause habe ich eigentlich nur gegammelt und gelesen (großer Fehler) und gefroren wie ein Kühlschrank in der russischen Tundra. Ich liebe den Winter extrem, aber ich hasse es zu frieren. Gerade eben wollte meine Maman diese Nudeln mit Fertigsoße essen; die hab ich dann auch gemacht.
Ich hatte wieder meinen allabendlichen Heißhunger. Ich bin aber nicht ausgeflippt. Ich habe eine Portion mit 3 EL Käsesoße gegessen. DANN aber noch eine. Ich habe heute nicht so viel gegessen, als dass das katastrophal wäre (Frühstück: 2 Scheiben Toast+ 1 Sch. Maasdamer, mittags: 1 Apfel, nachmittags: 1 Sch. Bananenbrot). Aber ich denke die ganze Zeit daran: "Die zweite hätte echt nicht sein müssen". Vielleicht workoute ich gleich ein bisschen, damit ich mich besser fühle. Zumal heute der dritte Tag war, wo die Waage 55,8 angezeigt hat. Wenn ich morgen mehr habe, dann flipp ich wohl aus.
Für morgen früh habe ich mir vorgenommen, das Thesenpapier mal fertig zu machen oder wenigstens daran weiterzuarbeiten. Gerade habe ich auch erfahren, dass wir Samstag zu einer Familienfeier müssen. Ich habe zwar nichts für Halloween geplant, aber vielleicht wäre spontan etwas drin gewesen. Jetzt wohl nicht mehr (ich dachte vielleicht an einen netten Horrofilmabend?). Ansonsten steht morgen noch Italienisch an.
Buona notte!
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Dienstag, 27. Oktober 2015
Aufwärts physisch und psychisch (Preis für dümmster Blogtitel ever)
Gestern und heute war ich super becschäftigt. Was auch gut so ist. Chinesisch war wieder richtig angenehm und lustig, wir haben Sprechübungen gemacht und die Zeit verging wie im Flug. Danach sind Yuria und ich wieder den Berg hochgekraxelt aber wir haben einstimmig beschlossen: Nie wieder; wir kommen gerade so pünktlich zu Italienisch an und sind schon fertig. Ich war richtig richtig im Eimer.
Italienisch war dann so ganz anders. Weil letzte Woche ausfiel, haben wir voll Tempo gemacht und gefühlt tausend Dinge gelernt und durchgenommen, am Ende hat uns die Dozentin sogar Hausaufgaben aufgegeben. Der Kurs ist zwei Mal in der Woche und ich will mich echt anstrengen, weil ich unbedingt die Sprache lernen will. Dienstags habe ich immer frei, eigentlich würde ich sonst arbeiten gehen, aber heute standen Reifenwechsel und anderer Kram an. Ich wollte schon immer mal Bananenbrot ausprobieren und habe es heute mal gemacht. Es kam super gut an!
Meine Eltern haben fast alles noch warm aufgegessen. Mein Vater so: "Wieso hast du das früher nicht schon gemacht?" Das hat mich echt gefreut. Danach habe ich erstmal mein Zimmer geputzt, Bettwäsche gewechselt und Fenster geputzt. Das tut echt gut für den Kopf, find ich. Als wäre der aufgeräumt - na ja ein bisschen.
Vorhin habe ich sogar ein zweites Bananenbrot gebacken - bis der Strom ausfiel. Dabei war das Brot noch im Ofen. Nach langem hin und her haben wir irgendwie herausgefunden, dass der Herd schuld ist (wir wissen aber auch nicht genau wo das Problem liegt), aber das Brot wurde noch fertig. Abends bekomme ich immer Heißhunger, aber bisher unterdrücke ich den erfolgreich. Heute Morgen hat mich eine 55,8 angelacht.
Ich habe auch der Zumba-Trainerin geschrieben. Jetzt weiß ich wo aktuell das Training stattfindet. Das habe ich schon ewig nicht mehr gemacht, aber Freitag will ich wieder dahin.
Heute habe ich mich echt am Riemen gerissen. Los Mana, mach was! Man kann sich eigentlich nur selber wirklich helfen. Es kommt kein Ritter auf einem weißen Pferd, der dich aus dem Sumpf zieht. Daher muss ich mich jetzt mehr um meinen Unikram kümmern. Ich will auch nicht, dass mein "Tagebuch" zum Trauerbuch verkümmert.
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| Treppe of doom am Uniberg |
Sonntag, 25. Oktober 2015
Schritt für Schritt, aber immer noch hässlich
Heute morgen war mein Gewicht 56,1. Ein kleiner Erfolg. aber ein viel zu geringer. Ich muss mir mehr Mühe geben, da ich immer noch unendlich fett aussehe. Was soll ich bloß machen.Wenigstens habe ich es geschafft, keine Pfannkuchen zu essen. Auch meinen Heißhunger habe ich heute erfolgreich bekämpft. Vielleicht sehe ich morgen die 55,x?
Samstag, 24. Oktober 2015
Müde
Donnerstag und Freitag waren ganz ok. Bei der Arbeit hatte ich wenigstens durchgehend etwas zu tun. Eigentlich habe ich nicht damit gerechnet, Freitag arbeiten zu müssen, aber mein Chef hat mich dann doch gefragt, ob ich um 11.30 Uhr kommen könnte. Wegen einer langen Besprechung kam ich auch erst gegen acht Uhr abends nach Hause. Das krasseste am Tag war, dass ich bis abends nur eine Banane gegessen habe. Zu Hause habe ich dann noch eine Schüssel Cornflakes gegessen, aber mehr nicht.
Das war ein seltsames Gefühl.
Heute hatten wir Besuch, da gab es groß Essen, Fisch, Kartoffelsalat (Essig/Öl) und Eis. Also das hab ich gegessen; in Wahrheit gab es noch Pfannkuchen, Bananensplit und Kuchen, aber das konnte ich vermeiden.
Ich habe von allem so wenig wie möglich genommen. Heute war mein Gewicht 56.5 kg.
Momentan ist mein Leben sehr ungeordnet und ich habe viel Angst. Mich auf das Gewicht zu konzentrieren lenkt mich positiv ab. Ich fühle mich verunsichert wegen allem. Wenn es nach mir ginge, würde ich gerne einfach schlafen.
Mittwoch, 21. Oktober 2015
But the fire is coming, So I think we should run.
Heute habe ich etwas erlebt, was ich noch nie so gefühlt habe.
Ich fuhr zur Uni, weil ich um 12 eine Vorlesung hatte - dachte ich. Ich bin relativ früh dagewesen und habe im Audimax gelesen. Aber irgendwie kamen nur sehr wenige Leute, obwohl mehr als 100 zu erwarten waren. Nachher wurde klar, dass der Kurs erst nächste Woche beginnt. In letzter Zeit hatte ich nicht so Lust auf Menschenmengen, aber dann im leeren Audimax bis zur nächsten Sitzung zu bleiben, wollte ich auch nicht. Im Bistro habe ich mir dann einen Cappuchino geholt und weitergelesen, weil das nächste Seminar erst um 14 beginnen sollte. Ich mag das anonyme und doch belebte Treiben im Bistro. Mir wurde nur wieder schmerzhaft klar, dass ich niemanden kenne. Pausenlos haben sich Leute freudig umarmt oder haben sich begrüßt - an der Uni kenn ich maximal vier Leute wirklich so gut, als dass ich mich spontan zu denen an den Tisch setzen würde.
Um 13:04 kam die erste Nachricht von Daisy bei WhatsApp: "Bist du an der Uni?"
Ich mag Daisy sehr und sie ist fast meine beste Freundin, aber ich hatte gerade keine Lust, zu erklären wieso ich so leblos bin, ich hatte keine Lust auf fadenscheinige Erklärungen. Mir gings immer schlechter. Ich hatte auch Angst vor dem Seminar: es sollten Dozenten da sein, wo ich die Hausarbeit noch nicht fertig gemacht habe. Generell hatte ich keine Lust in dem wirklich sehr kleinen Seminar zu sein, es hat mir Angst gemacht. 13:30 rief Daisy das erste Mal an, dann kam eine SMS und 13:52 der zweite Anruf.
Mir. ging. es. so. schlecht. wie. nie.
Ich hatte Angst, aber nicht eine Panik, sondern eine absolute Ablehnung dagegen, so zu tun, als wäre ich happy wie immer, mich meinen Problemen zu stellen oder Menschen zu begegnen. Ich bekam sogar Tränen in den Augen. Ich bin ziemlich rastlos in der Uni rumgelaufen. Soll ich zum Seminar oder nicht? Innerlich habe ich mich dann für "nicht" entschieden. Das Seminar ist so ein Blockding, das wäre von 14-18 gelaufen. Das hätte ich nicht durchgestanden.
Aber ich bin eigentlich eine "Musterstudentin". Das mag seltsam klingen, wenn ich immer davon erzähle, dass ich meine Hausarbeiten schleifen lasse. Normalerweise bin ich immer in jeder Sitzung, mache meine Aufgaben alle, sitze sogar immer sehr weit vorn (ich hasse es hinten zu sitzen), beteilige mich und alles. Ich will nicht angeben, aber ich bleibe Dozenten eigentlich sehr positiv im Gedächtnis.
Ich lächle auch einfach sehr viel und bin höflich und freundlich. Das trägt auch dazu bei, auch wenn ich vielleicht nicht so argumentieren kann wie Hegel, Nietzsche oder Kant und dadurch glänze. Und dann saß ich vor der Bib auf der Treppe und mir ging es miserabel. So etwas absolut Banales, aber ich hatte solche Angst vor Menschen und habe Daisy so böse ignoriert. Aber ich meinte es ja nicht böse; nur keine Energie für Lügen.
Ich wollte mich dann einfach eine Weile in der Cafeteria hinsetzen und weiterlesen, bin dann aber plötzlich Karla (not her real name), der hyperfröhlichen Kommilitionin begegnet, die zu den vier Leuten zählt, die ich näher kenne.
"Hey wie geht's dir? Gehst du auch gleich zum Seminar?"
"Gut...Und dir? Ich wollte mir in der Cafeteria was zu trinken holen."
Wir haben kurz geredet, aber ich habe es verwünscht, ihr begegnet zu sein. Wieso hat sie mich gerade gesehen? Um fröhlich zu bekunden, dass es mir gut geht, habe ich entsetzlich (und untypisch für mich) viel Energie investieren müssen. Ich ging kurz dann in die Cafeteria, nur um sie einmal zu umrunden und rauszugehen. Ich wollte immer noch nicht zum Kurs; jetzt noch weniger, da es mir noch schlechter ging.
Kaum aus dem Gebäude raus, lief ich direkt Daisy in die Arme!
"Was war, ich habe sogar bei dir Zuhause angerufen?"
"Mein Handy spinnt, es geht ständig an und aus."
Gerade vor Daisy, die mich gut kennt, hatte ich nicht die Kraft so hyperlebendig und gesprächig wie sonst zu sein. Sie erzählte mir, dass sie vorher in der Sprechstunde beim Herr S. war (auch einer wo ich eine HA abgeben muss) und der meinte, dass dieses Seminar eigentlich nicht für uns gedacht ist. Puhhhh. Wir haben dann beschlossen, ein paar Scheine abzuholen und dann den Berg runterzulaufen und nach Hause zu fahren.
Also hat sich prinzipiell eigentlich für mich alles in Wohlgefallen aufgelöst, könnte man sagen.
"Du bist so still, alles in Ordnung?"
"Ja bin nur müde."
Lahme Ausreden und ich hasse mich, dass ich mich nicht unter Kontrolle hatte. Ich will nicht anderen Sorgen bereiten. Meistens schaffe ich es sehr gut. Aber heute war, wie man so schön sagt, nicht mein Tag. Im Zug war ich so dankbar für mein Buch, weil ich nicht gezwungen war, Konversation zu betreiben. Ich bin schrecklich. Banale Probleme und dann noch anderen Sorge bereiten.
Gestern habe ich auch nichts gemacht. Wie tot. Ahh doch. Ich hab mich mal wieder ein bisschen "verschönert" und rote Linien gezeichnet. Das kommt davon, wenn man so faul und furchtbar ist. Ich verdiene eigentlich nichts, von dem was ich habe. Ich habe keinen Grund mich zu beschweren: Ich habe alles und noch mehr. Ich bin einfach ein undankbares Stück Dreck.
Meine Laune wird auch durch mein stagnierendes Gewicht gedrückt, seit Tagen springt es um die 57 herum. Ich kann es nicht mehr sehen, dabei gebe ich mir so viel Mühe. Aber nie genug, wahrscheinlich. Morgen muss ich zu meinem Nebenjob und am liebsten würde ich mich in meinem Bett einkringeln bei dem Gedanken, bei der Arbeit und bei meinen Arbeitskollegen zu sein.
Sie sind alle wunderbar und nett, aber ich werde das Gefühl nicht los, dass sie hinter meinem Rücken schlecht über mich reden, dass ich ja eigentlich keine richtige Arbeit leiste, dass ich unprofessionell, eine Lachfigur bin. Aber das bin ich wahrscheinlich einfach alles, auch ohne dass sie es sagen.
Jetzt habe ich endlos über meine lachhaften Probleme geredet, während es da draußen Leute gibt, die es wirklich schwer haben. Wirklich schwer. Ich fühle mich schrecklich. Feigling.
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Montag, 19. Oktober 2015
Ab ins Wintersemester
Der Tag fing schon gut an: Ich habe etwas verschlafen. Aber nicht wirklich. Chinesisch beginnt um 12, aber ich wollte mit Daisy den Zug um 9.11 Uhr nehmen, weil ich dann noch so Kleinkram erledigen und sie begleiten wollte, da für sie Japanisch um 10 beginnt.
Aufgewacht bin ich dann aber tatsächlich um 8.40, geschafft hätte ich das wohl locker (nur 3 Minuten bis zur Haltestelle), aber nur gehetzt und darauf hatte ich dann keine Lust. Daher war es dann 10.35 Uhr für mich. Hetzen musste ich dann doch, weil ich völlig untypisch für mich nicht in die Gänge kam und mein Frühstück (zwei Toastscheiben...) auf dem Weg zum Zug gegessen habe. Daisy und ich pendeln nämlich etwa 40 Minuten bis zur unserer Uni. Angekommen ging ich noch kurz in den dm, weil ich Zeit hatte und noch Sachen brauchte. Ich habe ein paar Produke gekauft, die ich noch nie benutzt habe, daher bin ich mal ganz gespannt, wie die so sind. Ich will meiner Haut und meinem Haar mal ein bisschen gut tun. Ich bin mit ein paar inzwischen engeren Freunden aus dem Japanischkurs in Chinesisch, wir machen oft Sachen zusammen - sie sind wie mein zweiter Freundeskreis geworden. Der Kurs war sehr lustig, ich hatte erst Sorge, dass die Dozentin hyperstreng wird, aber sie ist sehr nett und lustig. Wirklich was gemacht haben wir heute nicht, nur witzige Vorstellungsrunden, aber der Kurs ist mir schon symphatisch.
Mit Mina und Yuria (Codenamen, passend für meine Japanischkurs-Freunde) und einem aus dem Chinesischkurs gingen wir dann den Uniberg hoch zum Hauptcampus; die Sprachenkurse sind in der Stadt. Man erklimmt wortwörtlich den Berg, es geht steil bergauf, Mira hat uns auch noch so eine Treppenabkürzung gezeigt, die ich nicht kannte. Ich bin total unfit, ich war total aus der Puste. Yuria ist fast die Treppe runtergeflogen. Da momentan auch irgendwie Baustelle ist, werde ich wohl jede Woche zu Fuß hochmüssen, weil Italienisch seltsamerweise auch am Hautpcampus stattfindet. Aber ich beschwer mich nicht, wenigstens etwas sportliche Beteiligung. Heute fiel Italienisch aus.
Die beiden wollten in die Mensa und ich habe mich angeschlossen, weil ich einfach mal ein bisschen "Student" sein wollte, ich lebe mein Unileben eh kaum aus. Was ich gewählt hab, ist auf dem Foto unten zu sehen.Wir haben viel gelacht und über dies und das gequatscht, dass war echt angenehm. Danach war ich in der Bib, habe ein überfälliges Buch bezahlt, was ich vergessen habe zu verlängern, um es danach direkt wieder auszuleihen (waren Gott sei dank nur 2 Euro). Ich habe in der Uni-Buchhandlung sogar das Italienischbuch gekauft; es kostet nur phänomenale 10 Euro, ich war begeistert.
Mit Mina war ich dann auch in der Stadt ("mein" Campus ist eher in der Vorstadt), um von dort aus den Zug zu nehmen und nochmal in einen anderen dm zu hüpfen, weil ich eine neue Zahnbürste kaufen wollte. Während der Zugfahrt habe ich nur Musik gehört, ich hätte mal besser etwas Sekundärliteratur beackert....immer noch Flaute, was die Hausarbeitenmotivation betrifft. Ich hasse mich :)
Gegessen habe ich heute die 2 Toasts und das was auf dem Teller zu sehen ist.
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Sonntag, 18. Oktober 2015
She can only fool herself for so long
Die Hochzeit war ganz ok, sie war gerade so, wie ich es erwartet habe, daher war ich auch nicht unangenehm überrascht. Ich war die meiste Zeit bei der süßen Kleinen und habe sie "gebabysittet", so dass ich der eisigen Stimmung der Bekannten, die mich hassen, ganz gut entgehen konnte. Es wurden im Wechsel serbische Musik und deutsche Schlager gespielt, was aber die jeweils andere kulturelle Partei entsetzlich gelangweilt hat. Aber der serbische Teil der Hochzeit war unverkennbar stark. Das Essen war auch ganz ok, ich konnte mich, weil es nicht wirklich übermäßig lecker war, mit kleinen Portionen durchmogeln.
Ich habe an dem Freitag vorher (bis 20 Uhr), nur eine Banane gegessen, so dass ich mich, wenn auch mit etwas schlechten Gewissen, an dem Hochzeitsessen beteiligt hab. Ich mag weder Schlager noch serbische Musik, daher war ich ganz froh über mein "Alibibaby", die Mutter konnte so auch einmal in Ruhe tanzen. Wir sind dann gegen halb eins nach Hause gefahren.
Meine Frisur gefiel mir übrigens ausgesprochen gut. Abends im Bad habe ich mir erstmal sage und schreibe 45 Haarklammern aus den Haaren gezogen, aber das war es auf jeden Fall wert gewesen. Selbst nach der abendlichen Tortur fiel mein Haar in schicken Locken runter - am nächsten Morgen leider nicht mehr. Samstag lag ich wieder wie tot den ganzen Tag im Bett. Ich finde mein Nichtstun inzwischen furchtbar ekelhaft....
Eine meiner besten Freundinnen, ich nenn sie mal Daisy, hat mich in den Semesterferien oft gefragt, ob wir nicht einmal einen kleinen Filmabend machen und ich habe immer abgelehnt, weil es nicht gepasst hat oder ich nicht die Energie dazu hatte. Gestern Abend habe ich mich dazu durchgerungen und es war ganz lustig. Wir haben einen Film gesehen, der schon länger auf unser "to watch" Liste war und danach ein paar Serienfolgen. Ich habe ihr auch mein Japanischlehrbuch Band 1 gegeben, weil sie dieses Semester auch den Sprung in eine Fremdsprache versuchen will. Sie ist zwar noch auf der Warteliste, hat aber denk ich ganz gute Chancen reinzukommen.
Essenstechnisch läuft es auch ganz gut, gestern waren zwar ungesunde Dinge dabei, aber ich habe in Maßen gegessen. Ich will wieder gesund abnehmen, aber selbst zum Essen fehlt mir momentan irgendwie das positive Element.
Morgen gehe ich nach langer Zeit endlich mal wieder zur Uni, mal sehen wie es wird.
Meine Stimmung ist aber einfach...down. Mir gehts einfach nicht gut. Manchmal hat man das. Das schlimme ist aber, dass ich nichts dagegen habe, einfach weiter in dieser Stimmung zu versinken und am besten gar nicht erst aufzutauchen.
Freitag, 16. Oktober 2015
Everything's fine as long as I'm getting thinner
Als ich mich heute auf die Waage gestellt habe, kam das Urteil: 57.1 kg. Das ist ein BMI von 20,7 bei meiner Größe. Was ich hasse ist, dass ich so unendlich dicke Oberschenkel habe. Meine Hüften sind auch soooo breit, ich sehe wahrscheinlich auch mit 50kg unendlich fett aus. Da hilft nur noch verstecken. Ich will mich nicht mehr so unwohl und fett fühlen. Ich schiebe immer noch meine Hausarbeiten vor mir her, wirklich voran gekommen bin ich nicht. Selbst schuld, selbst schuld, selbst schuld.
Fett und faul, selbstverschuldet. Ich kann niemanden die Schuld geben, außer mir. Ich muss mich zusammenreißen und mein Leben in den Griff bekommen! Als ich letztes Jahr auf meine Ernährung geachtet habe, war alles besser (und jetzt wirklich). Ich war geordnet und fleißig und habe nicht so viel schleifen lassen. Ich muss diese Hausarbeiten endlich schaffen.
Heute kam auch mein Chinesisch-Buch an, ich muss mir noch irgendwie mein Italienischbuch organisieren. Ich hoffe, es hat nicht so einen vernichtenden Preis wie das Chinesisch-Buch im Original. Nachher muss ich zum Haarehochstecken, wegen der Hochzeitsfeier heute Abend. Wirklich Lust habe ich nicht, weil ich nichtmal das Brautpaar kenne. Meine Mutter ist hauptsächlich eingeladen. Weil es eine deutsch-serbisch Hochzeit ist, wird es sicher anstrengend.
Ich habe selbst montenegrinische Wurzeln, habe aber eine 100% deutsche Mentalität. Ich mag mich nicht so tussenhaft anziehen wie die anderen Mädchen (ich spreche aus Erfahrung). Ich bin nicht so offen und charismatisch. Generell wird auch immer auf mich herabgelächelt, weil ich schlecht unsere Sprache sprechen kann. Dabei verstehe ich alles! Für "unsere Leute" ist Serbien/Montenegro das Non Plus Ultra, Deutschland ist immer "hässlicher", die Deutschen sind "langweilig" und "unten ist alles besser". Das nervt mich total. Die Braut ist deutsch, aber ich gehe davon aus, dass die agressivere Kultur alles einnehmen wird: Essen, Musik, alles.
Die Leute, die ich dort kennen werde, sind Leute, die mich eh hassen (lange Geschichte). Ich werde den ganzen Abend wahrscheinlich bei dem süßen Baby bleiben (deren Eltern Verwandte der Brautleute sind) und versuchen, mich nicht allzu sehr von der ganzen Sache runterziehen zu lassen.
Die Uni fängt nächste Woche für mich an, mein Stundenplan ist so gut wie leer, da ich im dritten Semester Master bin. Die Sprachen mache ich freiwillig, so gesehen habe ich nur einen festen Kurs in der Woche, ansonsten nur noch ein Kolloquium, welches zweiwöchentlich stattfindet. Ich habe eine super engagierte Uni-Freundin, die jetzt auch studentische Hilfskraft geworden ist und gerade hat sie mir geschrieben, dass sie eine Hausarbeit abgegeben hat. Schöööön.
Irgendwie schreibe ich immer nur über negative Dinge, ich muss echt wie ein depressives Arschloch rüberkommen. Aber es tut gut, sich mal alles, was einen ankotzt, von der Seele zu schreiben. Ich muss gleich los zum Friseur, hier noch ein paar Bilder. Ich hoffe, dass wenn ich jetzt abnehme, sie als gute Progress-Bilder dienen.
Gestern hat es hier auch kurz geschneit, das war wunderschön. Ich liebe Schnee. Bis dann.
Gestern hat es hier auch kurz geschneit, das war wunderschön. Ich liebe Schnee. Bis dann.
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Donnerstag, 15. Oktober 2015
Wenigstens etwas
Heute (oder vielmehr gestern, schließlich ist es schon ein Uhr morgens) habe ich wenigstens ein paar produktive Dinge geschafft. Nachdem ich mich aus dem Bett gehievt habe, habe ich das Badezimmer geputzt, war bei der Bank, im Getränkemarkt, habe Altglas weggebracht, war beim Bäcker und im Aldi, dann noch im Netto, weil es keinen Tortenguß im Aldi gab.
Zuhause habe ich erst ein Sandwich gegessen, weil ich nicht gefrühstückt habe, um dann zu Fuß zum Friseur zu gehen. Vorher habe ich alles mit dem Auto erledigt, aber dann wollte ich frische (kalte) Luft. Ich war dann auch wieder bei der Bank, um eine Überweisung zu machen. Nächstes Semester belege ich Chinesisch und da das Lehrbuch im Original ziemlich teuer ist, hole ich es mir gebraucht über ebay. Beim Friseur war ich nur kurz, da es nur eine Besprechung für die Hochsteckfrisur war, die ich mir Freitag machen lassen will. Eine Freundin meiner Mutter heiratet und meine Mutter besteht darauf, dass ich mich "hübsch mache".
Nach ca.15 Min. hin und zurück zu Fuß, habe ich auch einen kurzen Abstecher im Rewe gemacht, um nach noch immer fehlenden Einkäufen zu suchen und Batterien für meine Waage zu holen. Das hat endlich auch geklappt. Nur leider gefiel mir der "Testversuch" so gar nicht... echt wiederlich. Aber selbst schuld, wenn man frisst wie ein Schwein. Später habe ich wenigstens das Thesenpapier angefangen und eine Seite geschrieben. Toll.
Wir hatten auch Besuch und ich habe kurz auf die Kleine aufgepasst. Sie ist ca. 7 Monate alt und süß wie Zucker. Zwischendurch mal Mittagessen, Waffeln und Kaffee, vorhin habe ich etwas gezeichnet. Ich bin ganz froh über diesen Tag, denn er war nicht so tot und energielos wie die letzten. Weil ich aufstehen musste, konnte ich mich zu ein paar Dingen bewegen und Sachen erledigen. Jetzt muss ich nur meine verdammten Hausarbeiten und meine Fresserei unter Kontrolle bekommen, dann wird schon vieles besser... so sieht es dann wenigstens aus.
Zuhause habe ich erst ein Sandwich gegessen, weil ich nicht gefrühstückt habe, um dann zu Fuß zum Friseur zu gehen. Vorher habe ich alles mit dem Auto erledigt, aber dann wollte ich frische (kalte) Luft. Ich war dann auch wieder bei der Bank, um eine Überweisung zu machen. Nächstes Semester belege ich Chinesisch und da das Lehrbuch im Original ziemlich teuer ist, hole ich es mir gebraucht über ebay. Beim Friseur war ich nur kurz, da es nur eine Besprechung für die Hochsteckfrisur war, die ich mir Freitag machen lassen will. Eine Freundin meiner Mutter heiratet und meine Mutter besteht darauf, dass ich mich "hübsch mache".
Nach ca.15 Min. hin und zurück zu Fuß, habe ich auch einen kurzen Abstecher im Rewe gemacht, um nach noch immer fehlenden Einkäufen zu suchen und Batterien für meine Waage zu holen. Das hat endlich auch geklappt. Nur leider gefiel mir der "Testversuch" so gar nicht... echt wiederlich. Aber selbst schuld, wenn man frisst wie ein Schwein. Später habe ich wenigstens das Thesenpapier angefangen und eine Seite geschrieben. Toll.
Wir hatten auch Besuch und ich habe kurz auf die Kleine aufgepasst. Sie ist ca. 7 Monate alt und süß wie Zucker. Zwischendurch mal Mittagessen, Waffeln und Kaffee, vorhin habe ich etwas gezeichnet. Ich bin ganz froh über diesen Tag, denn er war nicht so tot und energielos wie die letzten. Weil ich aufstehen musste, konnte ich mich zu ein paar Dingen bewegen und Sachen erledigen. Jetzt muss ich nur meine verdammten Hausarbeiten und meine Fresserei unter Kontrolle bekommen, dann wird schon vieles besser... so sieht es dann wenigstens aus.
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Dienstag, 13. Oktober 2015
I need an airbag, before I hit the sadness that approaches
Ich prokrastiniere. Und das wirklich schlimm. Sehr schlimm. Ich hasse es, es so faul zu sein. Ich muss eine Hausarbeit beenden, eine ganze Hausarbeit und ein Thesenpapier mit mind. 5 Seiten noch schreiben. Ich hatte so viel Zeit, wieso habe ich es nicht gemacht? Weil ich dumm und faul bin.
Gestern habe ich auch wieder Stunden in meinem Bett gelegen und nichts gemacht, bis ich im Stockdunklen saß. OK, das ist echt ein billiges Problem, im Vergleich zu vielen. Aber meine eigene Antriebslosigkeit kotzt mich wirklich an. Gestern hatte auch eine Freundin Geburtstag, aber ich bin nicht hingegangen.Wieso mache ich nichtmal Dinge, die mir eigentlich gefallen sollten?
Ich hasse es, so faul zu sein. Ich kann mich zu nichts aufraffen. Dabei will ich sehr gerne eine erstklassige Hausarbeit abliefern und gute Noten bekommen... Aber das einzige, was ich kann ist jammern, jammern, jammern. DANN MACH ES DOCH ENDLICH VERDAMMT. Stattdessen zieh ich mir eine Serie über Volleyball, Freundschaft und Teamwork rein und lenke mich ab.
Obendrein fresse ich mich so voll, dass mir schlecht wird. Das ist auch nicht mehr lustig.Wo gibt es das Allheilmittel zum "Zusammenreißen"? Das "Motivationistunterwegs" Leistungspaket?
Letzten Endes liege ich in meinem Bett und erinner mich pausenlos an peinliche Erinnerungen von Dingen, die ich mal gesagt oder getan habe.
Los doch Mana! Wenigstens eine Seite, na komm....
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Sonntag, 11. Oktober 2015
Easy like sunday morning
19:58 Ich bin ganz schrecklich. Ich prokrastiniere heiter weiter. Eigentlich sollte ich meine Hausarbeiten schon seit zwei Wochen abgegeben haben. Aber Pustekuchen. Nada. Niente. Nothing.
Eine habe ich fast fertig, aber die andere nicht einmal angefangen. Aber ich bin so motivationslos: Gerade habe ich ungelogen zwei Stunden in meinem Bett gelegen, am Handy rumgefrimmelt und in die Luft geguckt. Dabei ist es immer und immer dunkler geworden und ich hab trotzdem nichts gemacht.
Ohhhhh das werde ich noch soooo bereuen. Dabei hat die Sonne noch so wundervoll geschienen (sie will mich ärgern). Heute war ich mit meinen Eltern auch auf dem Herbstmarkt im nächst größeren Kuhdorf nebenan. War eigentlich ganz nett. Rumgelaufen, Stände angeguckt und mich von der Sonne blenden lassen.
Auf dem angrenzenden Trödelmarkt habe ich mir auch den Roman zu Jurassic Park für zwei Euro gekauft, auch wenn ich einen kleinen aber imposanten Stapel an Büchern habe, die eigentlich noch im Regal darauf warten, gelesen zu werden. Ich wollte mich mit Freunden dort treffen, aber die kamen später an als ich. Wirklich Lust hatte ich ehrlich gesagt auch nicht. Müde.
Ich war auch in dem neuen supermegamodernenhippiehippster Biomarkt, der neu aufgemacht hat. Wenn ich in so Läden drin bin, fühle ich mich irgendwie motiviert mich gesund zu ernähren. Aber dann guck ich auf den Preis und weine innerlich.
Gesund sein ist teuer. Aber noch mehr weine ich bei dem Gedanken an Bratwurst, Schokolade und Pudding, die ich gerade meinem Organismus angetan habe. Ein bisschen was habe ich mir im Biomarkt doch gegönnt: Einen Erdbeer Sojadrink und eine kleine Mandel-Tonka-Creme von Rapunzel.
So hip wie veggieveganglutenfree momentan auch ist, ich finde gesunde Ernährung trotzdem ziemlich gut. Das sollte ich auch wieder bei mir einführen. Ich habe, als ich letztes Jahr zur Abwechslung mal auf meine Ernährung geachtet habe, ein traumhaftes Gewicht von 52,9 kg erreicht, was bei meiner Größe von 166cm ganz respektabel ist. Ich will gar nicht wissen, wie es jetzt um mich steht. Die Batterien in meiner Waage sind "low" und ich habe nur Billigbatterien aus dem kik, die man nur anzusehen braucht und sie pusten ihr Leben aus. Dilemma.
Heute Abend mache ich eh nichts für die Uni mehr. Mein Ticket zur Hölle habe ich auf jeden Fall. Fett, faul und dumm....Argh. Morgen muss ich unbedingt etwas tun. Hier noch ein paar Bilder von heute. Süße Babyziegen, die mir leid taten, mein Abendsnack an Powervitaminen und meine neue Errungenschaft (ein Euro gespart!). Ich hoffe ich schaffe es, mich morgen aufzuraffen. Sonst hasse ich mich noch mehr als eh schon.
Samstag, 10. Oktober 2015
Liebes Tagebuch
Ich bin ungeheuer schreibfaul, was Tagebücher betrifft. Das fand ich immer sehr schade - denn das bisschen, was ich an Tagebucheinträgen habe, war für mich immer ein kleines Fenster in die Vergangenheit, in mein früheres Ich und meine früheren Gedanken.
Ich hab mir zum Ziel gesetzt mehr zu dokumentieren, weil ich leider auch dazu tendiere sehr viel, was mir eigentlich auch sehr viel bedeutet, relativ schnell zu vergessen oder zu verdrängen. Denn Dinge, die jemanden "sehr viel bedeuten", müssen nicht zwangsläufig positiv oder negativ sein. Ich liebe Social Media und lese gerne Tweets und Blogs (auch wenn ich, schreibfaul wie ich bin, sehr wenig kommentiere). Ich erlebe so gerne was andere erleben, aber gleichzeitig liebe ich auch die Anonymität des Internets.
Nur hier könnte ich in einem Blog in die Welt hinausschrei(b)en, was mich bewegt oder verletzt. Denn die Realität ist bei weitem nicht so gnädig. Was solls. Wie tausendmillionzigmilliarden andere Menschen habe ich so meine Probleme mit mir. Das mach mich nicht besonders oder bemitleidenswert; so ist einfach das Leben.
Ich will jetzt auch nicht hunderte Leser erreichen. Ich will einfach nur mehr schreiben. Und dabei ehrlich sein.
Ich liebe es an Layouts und html rumzumurksen, darum gestalte ich den Blog gleich etwas.
Vielleicht liest man sich.
Mana
PS: Was für ein langweiliger erster Eintrag, aber es passt. Persönlichere werden folgen.
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