Die Woche war ein steter Wechsel aus Uni, Arbeit, Zuhause zu tun, Uni, Arbeit...
Ich versuche mich jetzt ein bisschen besser zu organisieren und habe ein bullet journal angefangen. Die studyblrs auf tumblr haben mich angesteckt, ich will produktiv sein und JA DIESE VERDAMMTEN HAUSARBEITEN FERTIG MACHEN.
Und ich muss mich unbedingt mal hinsetzen und Italienisch lernen. Voll komische Situation, weil ich lernen will, aber nicht ordentlich Zeit dafür finde. Momentan organisiere und bastele ich für meine Arbeitskollegen einen Adventskalender und fülle ihn mit Rätseln, Spielen, Süßkram und richtig coolen Ideen, wie Blumenerde+Samen, oder die Zutaten für Brownie in der Tasse. Heute morgen habe ich erst mal meinen Vater zum Augenarzt gefahren (das ewige Leid mit führerscheinlosen Eltern) und habe im Blumengeschäft einen Adventskranz für die Arbeit besorgt.
Ich war die letzten Wochen ziemlich depri. Aber was soll's. Ich stelle immer wieder fest, dass die einzige Person, die einem helfen kann, man selbst ist.
Und wenn es mir so mies geht, sollte ich mir selbst in den Arsch treten und mich aus der Tiefe rausziehen. Bisher hat der Blog nur meine hypernegativen Posts beinhaltet, dabei bin ich eigentlich ein überdreht fröhlicher Mensch. Das hier sollte weiterhin mehr wie ein Tagebuch sein!
Und ich will GESUND abnehmen. Wenn ich mich einfach gezwungenermaßen mit positiven Sachen umhülle, färbt das auf mich ab. Gesund abnehmen hat mir sogar besser geholfen als der zwanghafte Selbsthass im 500kcal-am-Tag-essen. Ich sage es mal an dieser Stelle: Ich habe keine Essstörung. Ich habe nur Selbsthass, der mich denken lässt; "du verdienst das Essen nicht", "du bist fett". Ich esse sogar sehr gerne und mit Genuss. Daher ist es eine Art "Selbstbestrafung" sich etwas zu verwehren, was man mag. Und natürlich ist das High-Gefühl, dass man bekommt wenn man den ganzen Tag nichts isst auch ziemlich fördernd... und verlockend.
Aber das schlimmste Gefühl, dass ich nicht empfinden will, ist jemanden zur Last zu fallen oder negative Gefühle auszulösen. Ich will, dass alle mich mögen. Unrealistisch, aber so sind Ideale eben. Darum ist der Gedanke, Aufmerksamkeit durch Sorge zu bekommen, ziemlich giftig für mich. Wenn sich jemand um mich sorgt und ich das eigentlich nicht will, ist das ein ziemlich ambivalentes Gefühl. 20% Freude und 80% Genervt-Sein, ablehnend sein.
Irgendwie esse ich weiterhin für einen "normalen" Menschen zu wenig (etwa 1200kcal), aber ich achte auf Nährwerte und solche Dinge.
Vorhin habe ich für Daisy zum Geburtstag Oreo-Cappuchino-Pulver selbst gemacht und getestet (meine Sünde des Tages), aber ich habe mich damit arrangiert (Trivia: Leider schmeckt das Pulver wie ganz normales Cappu-Pulver. Enttäuschung).
Aber so wie ich mich kenne, werden kleine Abstecher in unter 1000kcal Tage sicher nicht ausbleiben.... Ich gerate schnell in Panik, wenn ich fressen muss. Morgen geht's erstmal nach B., weil ich mit Yuria und Mina und ein paar anderen Japanischkurslern mal wieder zu einer KPOP-Party feiern gehe.
Das ist immer noch meine liebste Feier-Erfahrung, niemand stockbesoffen, alle da um zur Musik auszuflippen (und zu fangirlen). Vielleicht für Aussenstehende ziemlich lahm, aber das passt dann halt zu mir. Und man kann immer genial eingeübte Choreos von Fans sehen! Yuria und Mina schlafen dann auch bei "mir", soll heißen in der Wohnung meiner Schwester in B.
Am Samstag gehts direkt von B. aus zu Bekannten, die eine unserer orthodoxen Feiern haben. Ergo: Fressgelage. Aber irgendwie werde ich das Kind schon schaukeln.
PS: Mal ein Selfie. Epik High-Up


