Donnerstag, 19. November 2015

Up, up baby get up

Die Woche war ein steter Wechsel aus Uni, Arbeit, Zuhause zu tun, Uni, Arbeit...
Ich versuche mich jetzt ein bisschen besser zu organisieren und habe ein bullet journal angefangen. Die studyblrs auf tumblr haben mich angesteckt, ich will produktiv sein und JA DIESE VERDAMMTEN HAUSARBEITEN FERTIG MACHEN. 
Und ich muss mich unbedingt mal hinsetzen und Italienisch lernen. Voll komische Situation, weil ich lernen will, aber nicht ordentlich Zeit dafür finde. Momentan organisiere und bastele ich für meine Arbeitskollegen einen Adventskalender und fülle ihn mit Rätseln, Spielen, Süßkram und richtig coolen Ideen, wie Blumenerde+Samen, oder die Zutaten für Brownie in der Tasse. Heute morgen habe ich erst mal meinen Vater zum Augenarzt gefahren (das ewige Leid mit führerscheinlosen Eltern) und habe im Blumengeschäft einen Adventskranz für die Arbeit besorgt.
Ich war die letzten Wochen ziemlich depri. Aber was soll's. Ich stelle immer wieder fest, dass die einzige Person, die einem helfen kann, man selbst ist.
Und wenn es mir so mies geht, sollte ich mir selbst in den Arsch treten und mich aus der Tiefe rausziehen. Bisher hat der Blog nur meine hypernegativen Posts beinhaltet, dabei bin ich eigentlich ein überdreht fröhlicher Mensch. Das hier sollte weiterhin mehr wie ein Tagebuch sein!

Und ich will GESUND abnehmen. Wenn ich mich einfach gezwungenermaßen mit positiven Sachen umhülle, färbt das auf mich ab. Gesund abnehmen hat mir sogar besser geholfen als der zwanghafte Selbsthass im 500kcal-am-Tag-essen. Ich sage es mal an dieser Stelle: Ich habe keine Essstörung. Ich habe nur Selbsthass, der mich denken lässt; "du verdienst das Essen nicht", "du bist fett". Ich esse sogar sehr gerne und mit Genuss. Daher ist es eine Art "Selbstbestrafung" sich etwas zu verwehren, was man mag. Und natürlich ist das High-Gefühl, dass man bekommt wenn man den ganzen Tag nichts isst auch ziemlich fördernd... und verlockend.

Aber das schlimmste Gefühl, dass ich nicht empfinden will, ist jemanden zur Last zu fallen oder negative Gefühle auszulösen. Ich will, dass alle mich mögen. Unrealistisch, aber so sind Ideale eben. Darum ist der Gedanke, Aufmerksamkeit durch Sorge zu bekommen, ziemlich giftig für mich. Wenn sich jemand um mich sorgt und ich das eigentlich nicht will, ist das ein ziemlich ambivalentes Gefühl. 20% Freude und 80% Genervt-Sein, ablehnend sein.
Irgendwie esse ich weiterhin für einen "normalen" Menschen zu wenig (etwa 1200kcal), aber ich achte auf Nährwerte und solche Dinge.

Vorhin habe ich für Daisy zum Geburtstag Oreo-Cappuchino-Pulver selbst gemacht und getestet (meine Sünde des Tages), aber ich habe mich damit arrangiert (Trivia: Leider schmeckt das Pulver wie ganz normales Cappu-Pulver. Enttäuschung).
Aber so wie ich mich kenne, werden kleine Abstecher in unter 1000kcal Tage sicher nicht ausbleiben.... Ich gerate schnell in Panik, wenn ich fressen muss. Morgen geht's erstmal nach B., weil ich mit Yuria und Mina und ein paar anderen Japanischkurslern mal wieder zu einer KPOP-Party feiern gehe. 
Das ist immer noch meine liebste Feier-Erfahrung, niemand stockbesoffen, alle da um zur Musik auszuflippen (und zu fangirlen). Vielleicht für Aussenstehende ziemlich lahm, aber das passt dann halt zu mir. Und man kann immer genial eingeübte Choreos von Fans sehen! Yuria und Mina schlafen dann auch bei "mir", soll heißen in der Wohnung meiner Schwester in B.

Am Samstag gehts direkt von B. aus zu Bekannten, die eine unserer orthodoxen Feiern haben. Ergo: Fressgelage. Aber irgendwie werde ich das Kind schon schaukeln.

PS: Mal ein Selfie. Epik High-Up


Freitag, 13. November 2015

Bekenntnisse eines Mauerblümchens.

Ich bin ein Mauerblümchen.

Definition (Mauerblümchen, das; feminin)
1. Single (und noch nie einen Freund gehabt)
2. Unbeliebt
3. Unsicher in sozialen Situationen
4. Trinkt kein Alkohl
5. Langweilig
6. Bitter wie Bitter Lemon

Mittwoch war Minas Geburtstag. Wegen einem Kolloquium war ich bis sechs in der Uni und bin dann mit Yuria und den anderen zu Minas WG gefahren, wo ich meine Sachen abgeladen habe. Danach gings in eine Bar.

Das ist so eine ungewohnte Situation. Lauter laute Leute, unbekannte und bekannte Gesichter. Der Tequila Sunrise ist erst süß, dann bitter, ich trinke so gut wie nie Alkohol. Nervöser Smalltalk mit Leuten aus der Uni, immer auf der Hut, dass man nichts Peinliches sagt.
Mir ist ein bisschen übel. Ich teile mit Yuria eine Pizza, sie ist süß, weil Sesamhonig darauf ist. Eigentlich ist der Abend bisher ganz gut. Gegen 12 gratulieren wir Mina, sie freut sich. Zum ersten Mal gehe ich in die beliebteste Unikneipe. Ich nenne sie Merkur. Das Merkur ist kleiner als ich mir vorgestellt habe. Und ziemlich voll. An der Gaderobe geben sie uns Papierschnitzel - finde dein Match und du bekommst ein Getränk. Aus unserer Gruppe hatte einer auch das gleiche Motiv. Erdbeerlimes. 
Die Luft auf der Tanzfläche ist fast nur Rauch. Dichter Rauch, der schmeckt wie ein Inhalator. Die Musik ist mies, aber was soll's. Ich trinke keinen Alkohol mehr. Er macht mich eher müde. Mina ist wunderhübsch. Klein und zierlich. Und anscheinend hat sie eine bombastische Austrahlung auf Männer. Sie wird sooft angeflirtet, wie ich mit den Augen blinzele.

Ich glaube mir fehlt etwas Entscheindes. Etwas in der Aura. Und das hat nichts mit Aussehen oder Gewicht zu tun. Vielleicht bin ich zu langweilig oder zu prüde, weil ich es nicht mag, von fremden Männern angelächelt zu werden. Ich will auf der Tanzfläche nur tanzen. Aber dieses Entscheidende was mir fehlt, das sorgt auch dafür, dass ich so schwer glücklich sein kann, dass ich immer unzufrieden und bitter bin.

Ich lande wohl als verrückte Katzenfrau unter einer Brücke. Wir sind gegen 5 zu Hause und schlafen nur bis halb 10. In einem kleinen Café teilen wir uns ein Frühstück für eine Person zu viert und gehen shoppen. Ich mache regelrecht einen Großeinkauf, dabei wollte ich doch sparen?
Italienisch ruft. Lange zwei Tage gehen totmüde um 7 Uhr zu Ende. Heute war ich arbeiten und dann beim Zumba. Ich will für meine Arbeitskollegen einen Adventskalender basteln. Stille Nacht. 


Freitag, 6. November 2015

Alltag hoch zehn

Hallo an die fünf Leute, die sich tatsächlich für meinen langweiligen Alltag interessieren!! Woow, das freut mich total ^//^

Ok, ok, ich habe eine Erklärung für meine Schoko-Sehnsucht. Ich habe diese Woche "sharkweek", kein Wunder, dass die Waage damit Faxen macht. Die Woche verlief bisher leicht träge, aber erfolgreich. Ich habe darauf geachtet, bewusst zu essen, mich aber nicht zu überfressen. Ich habe aber gestern zusammen mit Daisy Schokolade gegessen... Na ja mein Gewicht hüpft wieder um 55,8 herum, ich bin verflucht.
Das "overnight oatmeal" war übrigens köstlich. Als ich letzte Woche an Kalorien sparen wollte, habe ich meinen Haferbrei mal mit Wasser gemacht, aber das war einfach wiederlich, wenn man weiß, wie es eigentlich schmecken kann. Mittwoch und heute habe ich auch oatmeal gemacht und das ist generell echt immer zu empfehlen, wenn man weiß, dass man bis zum Abend nichts mehr isst. Unten folgen ein paar Fotos.

Uni lief auch ganz gut (ok ich habe immer noch Hausarbeiten zu tun). Ich liebe Italienisch. Die Dozentin legt aber auch ein Höchsttempo ein, bis zum Ende des Semestern spreche ich noch fließend (hahaha sicher). Mittwochs habe ich ja die interessante Vorlesung über Popkultur. 
Der Sprecher diese Woche hat uns von der Popularisierung des "Julbocks" aus IKEA, der auf den Ziegenbock von Thor zurückgeht und der Verbindung des Ziegenbocks zum Black Metal erzählt - ich liebe die Vorlesung. Weil unser Backofen ja letztens einen Stromausfall ausgelöst hat, sind wir gestern Morgen mal einen billigen Herd kaufen gegangen, um dann abends festzustellen, dass der Herd doch irgendwie funktioniert. Tja. Na ja, jetzt habe ich einen Herd, wenn ich ausziehe.
Vor dem Zumba habe ich wieder ein Bananenbrot gebacken, meine Eltern sind schon regelrecht süchtig danach. Zumba war super, Daisy war auch dabei. Meine Schwester ist auch über das Wochenende da. Ich hab sie eigentlich sehr gern, aber immer wenn ich ihr was erzähle, ist sie meistens genervt, weil es sie nicht interessiert.

Momentan stehe ich auf einen italienischen Rapper namens Fedez. Als ich im Februar in Venedig war, haben wir ein Lied auf MTV Italy von ihm gehört und ich hab mich sofort in seine Musik verliebt. Ich suchte ein Lied nach dem anderen und dabei schadet es nicht, dass er echt heiß ist (guck mal hier). Ich finde es richtig toll, mal Musik zu hören, die einem eigentlich fern und fremd ist. Daher vielleicht auch mal meine große Liebe zu K-Pop hhaahaa....peinlich. Ich bin jetzt noch motivierter als eh schon, Italienisch zu lernen. Zu Miras Geburtstag habe ich auch Merchandise ihrer Lieblingsgruppe organisiert, für das wir zusammenlegen. Nächsten Mittwoch feiert sie und wir gehen was Trinken und ich übernachte auch bei ihr. 



Wenn meine Schwester da ist, kann ich mich manchmal nicht wiegen. Aber mal schauen. Ich plane dieses WE endlich die fast fertige Hausarbeit auch mal fertig zu machen. Aber mal gucken....
Buona notte, oyasumi nasai.

PS: Wenn man auf Chinesisch sagen will, dass es einem so là là geht, sagt man: Mamahuhu. Trivia des Tages.





Montag, 2. November 2015

Alltag

Die Familienfeier Samstag war total grottig, zu voll, zu laut, zu langweilig. Ich habe wieder einmal dieses Panikgefühl verspürt - da waren nur lauter Leute, die mich mit ihren Blicken immerzu verurteilt haben. Bahhh. Ich wollte nur weg, aber ich konnte nicht, weil meine Eltern beide keinen Führerschein haben. Es gab auch viel zu Essen, viele traditionelle leckere Gerichte. Letzten Endes bin ich dann mal wieder bei den Kindern hängen geblieben, die sich auf ihre Halloweentour vorbereitet haben. Ich hab den Mädchen Spinnen auf die Wangen gemalt. Die Kinder "heutzutage" sind aber auch ziemlich anspruchsvoll geworden. Die Kleinen wollten irgendwelche ausgefallenen YouTube Frisuren und eine Achtjährige wedelte mit ihrem IPhone vor meiner Nase und fragte mich nach meinem Instagram Account.
Toller Abend.
Irgendwann kamen wir dann nach Hause, aber dann habe ich erstmal gefressen. Obwohl ich auf der Feier keinen Kuchen gegessen habe, ist zu Hause eine ganze Tafel Schokolade "verschwunden". Morgens hat die Waage wieder total magisch 55,8 gezeigt (!!???!!!???!!) und das frustrierte mich endllooooos. Ich hatte keinen Fressanfall - sondern einen Trotzanfall. Besser kann man es nicht sagen.
Gestern habe ich wenigstens das Thesenpapier endlich beendet! Ein kleiner Erfolg. Ich habe auch viel bürokratischen Uni-Kram mal hinter mich gebracht. Gefressen habe ich an diesem Tag auch ohne Ende. Heute war wieder der Megasprachentag. Chinesisch war wie immer sehr lustig, aber jetzt wird es merklich anspruchsvoller. 
Mina wollte auch wieder den Berg hochlaufen (Yuria war nicht da). Gesagt, getan - bei diesem dritten Mal ging es sogar besser. Italienisch wird auch immer schwerer, ich komme langsam nicht hinterher. Die Dozentin legt echt Vollgas ein, ich muss mich echt einmal hinsetzen und büffeln. 
Heute habe ich mich wieder auf mein Essverhalten konzentriert, was auch sicher besser für mich ist. Das katastrophale Wochenende lasse ich mal hinter mich. Morgen heißt es wieder Arbeit. Vorhin habe ich mir zum ersten Mal Overnight Oats vorbereitet. Oatmeal zum Frühstück hatte ich schon öfter, diese Variante aber noch nie. Zum gegebenen Anlass habe ich auch in Mandelmilch investiert, die ich abgöttisch liebe, aber auch sündhaft teuer ist. Da bin ich ja mal gespannt auf das Frühstück morgen.